Kein Castortransport durch Moers - technischer Defekt

Radio K.W.

Kein Castortransport durch Moers - technischer Defekt

Der für vergangene Nacht geplante Castortransport, den Umweltaktivisten auch in Moers erwartet hatten, ist abgesagt worden. Schuld war ein technischer Defekt an einer Zugmaschine.

© Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

In der Nacht ist doch kein Castortransport durch Moers gerollt. Dabei hatten Umweltaktivisten hier schon zur Demo an der Baerler Brücke aufgerufen. Der zehnte Konvoi wurde aber abgesagt. Der Atommüll verließ erst gar nicht das Gelände des früheren Forschungsreaktors Jülich. Grund war ein technischer Defekt am Transportfahrzeug. Eine zeitnahe Reparatur oder ein spontaner Austausch seien nicht möglich gewesen, erklärte die Polizei. Es habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Betroffen war nur die Zugmaschine, nicht die Ladung. In der Nacht davor war der Transport ins 170 Kilometer entfernte Ahaus noch problemlos abgelaufen.

Einer der größter Atommüll-Transporte seit Jahrzehnten

In der Summe handelt es sich bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. In den Spezialbehältern sind rund 300.000 Brennelement-Kugeln eingepackt. Begleitet werden die Transporte in der Regel von einem Großaufgebot der Polizei. Die Termine, die genauen Fahrtrouten und Alternativstrecken werden aus Sicherheitsgründen nicht vorher bekanntgegeben. Umweltaktivisten warnen immer wieder vor Sicherheitsrisiken - auch wegen maroder Brücken. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.