Jeder vierte Baum-Fällantrag abgelehnt
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2026 16:00
Wer in Oberhausen einen Baum auf seinem Grundstück fällen will, braucht dafür oft eine Genehmigung – und bekommt sie längst nicht immer. Im letzten Jahr wurden rund ein Viertel aller Anträge abgelehnt, geht aus einem aktuellen Bericht der Servicebetriebe Oberhausen hervor.
Insgesamt wurden 2025 für 280 Bäume Anträge auf Fällung oder Rückschnitt gestellt. Die Stadt genehmigte davon 190 Fällungen und 16 Rückschnitte – 74 Anträge wurden abgelehnt. Die häufigsten Gründe für eine Genehmigung waren kranke oder gefährliche Bäume sowie geplante Bauprojekte auf dem Grundstück. Wer einen geschützten Baum trotzdem eigenmächtig fällt, riskiert ein Bußgeldverfahren – sechs solcher Verfahren wurden 2025 eingeleitet. Wer eine Fällgenehmigung erhält, muss in vielen Fällen einen Ersatzbaum pflanzen oder eine Ausgleichszahlung leisten: 2025 kamen so knapp 38.300 Euro zusammen. Mit dem Geld finanziert die Stadt neue Bäume im Stadtgebiet.